Krebs-Glossar I - K

Was ist Krebs? Aufklärung von "A - Z"

Diese Frage haben sich bereits Ärzte der Antike gestellt, die die Krankheit nur aufgrund ihrer äußeren Symptome diagnostizieren konnten. Heute weiß man, dass Krebs weitgehend auf eine Entgleisung der Zellfunktionen zurückzuführen ist, die zu bösartigen Tumoren führen kann.
Die Erklärungen der Fach- und Fremdwörter von "A bis Z" sollen zum besseren Verständnis des häufig gebrauchten "Fach-Chinesisch" in der (Früh-)Erkennung und Therapie von Krebserkrankungen beitragen und auch für Laien informativ und leicht verständlich sein.


Krebs-Glossar - I

Immunfluoreszenz

Markierung eines Gewebes durch fluoreszierende Farbstoffe, so dass Immunreaktionen des Körpers unter dem Mikroskop besser gesehen werden können.

Immunoassay

Verfahren, mit dem die Menge an Antikörpern und Antigenen in Körperflüssigkeiten ermittelt wird z. B. bei Blut- und Urinproben.

Immunsystem

Abwehrsystem unseres Körpers gegen körperfremde Stoffe oder Organismen (z. B. Bakterien oder Viren). Bestimmte Blutkörperchen (Lymphozyten), aber auch körpereigene Botenstoffe (Hormone) sind Teile dieses komplexen Systems. Ein Einfluss der Psyche auf das Immunsystem wird derzeit diskutiert. Das lymphatische System (Lymphknoten, Milz) repräsentieren im Wesentlichen das Immunsystem.

Immuntherapie

Behandlung unter Ausnutzung der körpereigenen Immunfunktionen, um Tumore oder Infektionen abzuwehren.

Interdisziplinäre Konferenzen

Dabei beraten Ärzte verschiedener Fachrichtungen (Disziplinen) über die richtige Behandlung eines Kranken.

Interferon

Ein Botenstoff unseres körpereigenen Immunsystems. Bildet sich bei Virusinfektionen und hemmt das Wachstum der Viren; wird heute auch gentechnologisch hergestellt und bei der Immuntherapie eingesetzt.

Interleukine

Botenstoffe unseres körpereigenen Immunsystems. Wird in bestimmten Formen der Leukozyten gebildet; kann heute gentechnologisch hergestellt werden, wird bei der Immuntherapie eingesetzt.

Inzidenz

Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis vorkommt, beispielsweise Krebskrankheiten.

Irreversibel

Nicht umkehrbar, nicht rückbildungsfähig. Stoffe, die Krebs hervorrufen können.


Krebs-Glossar - K

Kanzerogene

Kanzerogene können von außen in den Körper gelangen, oder von unserem Körper aus harmlosen Einzelsubstanzen zusammengesetzt werden.

Karzinogen

Eine Substanz in der Umwelt, die mit anderen Faktoren (chemischen, biologischen oder physikalischen) zusammenwirken und Krebs hervorrufen kann.

Karzinogenese

Schrittweise Entstehung von Krebs in zeitlicher wie auch ursächlicher Hinsicht.

Karzinom

Bösartiger Tumor, der in den Epithelgeweben entsteht, z. B. in der Haut, den Schleimhäuten der Lunge, verschiedenen Drüsen des Magen-Darm-Trakts, der Innenauskleidung der Harnblase und anderer Organe. 80-90% aller bösartigen Tumore sind Karzinome.

Kernspintomographie

Bildgebendes Untersuchungsverfahren ohne Strahlenbelastung: Ein von außen um den Körper erzeugtes starkes, aber ungefährliches Magnetfeld veranlasst die körpereignen Wasserstoffatome dazu, Signale zurückzusenden. Diese können von einem Computer zu einem Bild des Körperinneren zusammengesetzt werden.

Klinische Studien

Erprobung von Therapiemethoden an Menschen.

Kolon (oder Colon)

Dickdarm.

Koloskop

Optisches Gerät zur direkten Untersuchung des Dickdarms.

Kolostoma

Auch Kolostomie, künstlicher Darmausgang, chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen Dickdarm und Bauchwand. Dient zur Ableitung des Darminhalts, wenn der natürliche Darmausgang vorübergehend oder dauerhaft ausfällt.

Kombinationstherapie

Kombination mehrerer Verfahren bei der Behandlung eines Patienten, z. B. Verbindung von Chemo-, Strahlen- und chirurgischer Therapi e.

Konisation

Ein kegelförmiger Teil des Gebärmuttermundes (Zervix) wird chirurgisch entfernt und dann mikroskopisch untersucht. Dient dazu, die Ausdehnung und Tiefe eines Tumors zu bestimmen.

Kurative Therapie

Therapie, die die Heilung der Patienten zum Ziel hat, vgl. auch palliative Therapie.

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